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Schwestern vom Guten Hirten in aller Welt feiern Wiedervereinigung
Das kleine Logo (links) bringt es auf den Punkt: Die Schwestern des heiligen Johannes Eudes und der heiligen Schwester Maria Euphrasia Pelletier sind wieder in einem Boot! Nach fast 180 Jahren der Trennung wurde am 27. Juni 2014 in aller Welt die Wiedervereinigung der beiden Ordensgemeinschaften gefeiert. Schon seit Jahren regte sich in beiden Gemeinschaften der Wunsch, das Neben­einander wieder in ein Miteinander zu verwandeln. Denn der Anlass für die Trennung im Jahre 1835 war nicht von grundsätzlicher Natur. Der französische Volksmissionar Johannes Eudes hatte 1641 in Frankreich den Orden "Unserer Frau von der Liebe", gegründet, um Frauen und Mädchen in Not Hilfe und Schutz zukommen zu lassen.

1829 gründete die damalige Oberin von Tours, Schwester Maria Euphrasia, ein neues Haus in Angers und gab der Niederlassung den Namen "Haus vom Guten Hirten". In Angers erkannte Schwester Maria Euphrasia, dass die Häuser vom Guten Hirten nur durch enge Zusammenarbeit überleben würden. Sie plante deshalb, alle Häuser "Unserer Frau von der Liebe" unter einem Generalat zu vereinen. Die neue Kongregation erhielt den Namen "Unsere Frau von der Liebe des Guten Hirten von Angers". Doch nicht alle Häuser waren bereit, ihre Eigenständigkeit aufzugeben. So kam es zur Trennung. Apostolat und Spiritualität blieben jedoch in beiden Gemeinschaften erhalten. Das erleichterte nicht zuletzt die Wieder­vereinigung, die jetzt offiziell vollzogen wurde.



In Rom begann die Feier der Wiedervereinigung vor dem Eingang des Generalates der Schwestern vom Guten Hirten. Schwestern beider Kongregationen, Angehörigen anderer Ordensgemeinschaften, Laien und MitarbeiterInnen des Generalats versammelten sich und zogen in zwei Gruppen in das Haus ein. Schwester Brigid Lawlor, Generalleiterin des Schwestern vom Guten Hirten, führte dabei ein Buch mit, das die Geschichte der Wiedervereinigung dokumentiert und in das sich später alle Anwesenden eintrugen. Schwester Angela Fahy, Generalleiterin des Schwestern "Unserer Frau von der Liebe", trug einen Hirtenstab. Es folgte eine Lesung von Texten der Seligen Schwester Maria Droste zu Vischering. Anschließend versammelten sich beide Gruppen zum Gebet vor der Statue des Guten Hirten. Dann kam der feierliche Moment der Verlesung des päpstlichen Dekretes zur Wiedervereinigung durch Pater Hank Lemoncelli, OMI. Schwester Angela übergab den Hirtenstab an Schwester Brigid als Zeichen dafür, dass die Mitglieder der Kongregation "Unserer Frau von der Liebe" sich der Leitung der Schwestern vom Guten Hirten anvertrauen. Alle Anwesenden tauschten den Friedensgruß, während der Chor das "Gloria" anstimmte. In der Kapelle des Generalates wurde die Eucharistiefeier fortgesetzt, die Pater Camilo Bernal CJM, Generaloberer der Eudisten, leitete. Nach der Kommunion wurde den Schwestern "Unserer Frau von der Liebe" das Symbol und die Konstitutionen der Kongregation überreicht.
Die Feier zur Wiedervereinigung war durch Tage des Gebetes und der Reflexion eingeleitet worden. Der erste Tag stand unter dem Motto "Lasst uns der Freude Ausdruck verleihen, wieder vereint zu sein", der zweite unter Motto "Die gemeinsame Ernte einbringen" und der dritte wagte mit der Aufforderung "Gemeinsam für die Mission" einen Ausblick auf die Zukunft. Im Garten des Generalates pflanzten Schwester Brigid und Schwester Angela einen Baum, der mit einer Erinnerungsplakette versehen wurde. Auch in anderen Ländern begingen die Schwestern den Tag der Wiedervereinigung mit Gebet und Feiern, besonders in jenen Ländern, in denen die Schwestern beider Kongregationen vertreten waren.

   
  Schwester Brigid Lawlor und Schwester Angela Fahy pflanzten gemeinsam einen Baum im Garten des Generalates in Rom.   Der Generalobere der Eudisten, Camilo Bernal (links), feierte gemeinsam mit Pater Hank Lemoncelli die Eucharistie in Rom.
       
Die beiden Generaloberinnen zogen gemeinsam in das Generalat in Rom ein. Schwester Angela trug einen Hirtenstab, Schwester Brigid ein Buch mit Dokumenten zur Geschichte der Wiedervereinigung.
       
Schwester Yvette und Schwester Jude Ellen lasen Texte der Seligen Schwester Maria Droste zu Vischering sowie aus dem Buch Ezechiel.
       
 
  Im Mutterhaus in Angers wurde mit einem Gottesdienst die Wiedervereinigung begangen. Schwestern vom Guten Hirten überreichten den Schwestern "Unserer Frau von der Liebe" eine Ikone der hl. Maria Euphrasia und des hl. Jean Eudes.
       
 
  Auch in Kenia, wo beide Kongregationen mit Niederlassungen vertreten sind und eine ähnliche apostolische Arbeit leisten, feierten die Schwestern gemeinsam.
       
Während des Gottesdienstes wurden den Schwestern "Unserer Frau von der Liebe" das Abzeichen und die Konstitutionen der Schwestern vom Guten Hirten überreicht.
 
  In Quezon City (Philippinen) verkündete Provinzleiterin Schwester Cecilia Torres den Zusammenschluss der Kongregationen und übergab zwei Schwestern Abzeichen und Konstitutionen der Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten. Den Gottesdienst leitete Pater Ron Bagley CJM, Koordinator der Eudisten auf den Philippinen.
 
  Nach fast 180 Jahren der Trennung endlich wieder vereint!