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Gemeinsam den Aufbruch wagen
Schlußerklärung des Kongregationskapitels


Nach dem Ende des Kapitels brachten die Schwestern die Blumen, die sie zur Eröffnungsfeier in die Kapelle getragen hatten, in den Garten des Mutterhauses und pflanzten sie in Form des Kapitel-Logos als Erinnerung an das 30. Kongregationskapitel.

"Mit der Kraft des Heiligen Geistes wagen wir
einen neuen Aufbruch für unsere Sendung."

Mit großer Freude und Hoffnung versammelten wir uns, die Schwestern Unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten und Missionspartner aus der ganzen Welt, zum 30. Kongregationskapitel, dem ersten seit der Wiedervereinigung. Gemeinsam teilten wir unsere Träume, den Reichtum unserer unterschiedlichen Erfahrungen, Gebete, Reflexionen und Gespräche. Wir fühlten die Bewegung des hl. Geistes, die uns anhält, mit noch größerem Engagement auf den Schrei unserer verwundeten Welt zu reagieren.

Als Partner in der Missionsarbeit (Laien und Schwestern), suchten wir Wege, um globale Herausforderungen anzugehen. Wir kennzeichneten die dringendsten Probleme der Welt von heute: Armut, Menschenhandel, Zwangsmigration, Flüchtlinge, die Ungleichheit der Geschlechter, Gewalt gegen Frauen und Kinder und religiöse Intoleranz.

Bei unseren Gesprächen vereinten uns unser Charisma und usnere Internationalität in tiefer Weise. Als Reaktion auf die genannten globalen Probleme verpflichten wir uns, auf der Ebene der lokalen Konvente, der Regionen und der gesamten Kongregation:
* klare strategische Pläne zu entwickeln, um Spiritualität, Gerechtigkeit und Frieden in die praktische Arbeit zu integrieren. Dazu gehört, dass wir uns bereithalten, die Ergebnisse unserer Arbeit zu beobachten und zu bewerten.
* Wir erforschten mit großem Enthusiasmus unsere Spiritualität, die unsere Beziehung zu Gott nährt und uns auffordert:
* die Frohe Botschaft Jesu mit den Augen und Ohren derer zu sehen und zu hören , die unterdrückt werden, und darauf in radikal neuer Weise zu antworten;
* den Reichtum unserer Gründungsgeschichte im Leben des heiligen Johannes Eudes und der heiilgen Schwester Maria Euphrasia neu zu endecken und in zeitgemäßer Sprache auszudrücken;
* Wege zu schaffen, Ordensleben in heute relevanter Weise zu gestalten;
* unsere Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung zu erkennen, die uns verpflichtet, unserer "gemeinsames Haus" zu schützen und zu bewahren. (Laudato Si)

Wir erkannten die Probleme, die durch unser Leben in Gemeinschaft entstehen und betonten das Bedürfnis nach guten, lebensspendende Beziehungen.
Mit Blick auf Joh. 13 befürworten wir den Aufbau froher und integrativer Gemeinschaften in der Mission, die gekennzeichnet sind durch Freundschaft, Mitgefühl und Versöhnung.
Der Eifer verlangt von uns, auf die sich rasch verändernde Welt und die drängenden globalen Probleme von heute zu reagieren. Dafür müssen wir angemessen vorbereitet sein. Das bedeutet, dass wir Ressourcen in ganzheitliche Bildung und Ausbildung für alle Beteiligte in der Missionsarbeit investieren müssen. Die Übernahmen von Leitungsaufgaben jetzt und in der Zukunft erfordert Vorbereitung und Schulung.
Wir sind uns bewusst, dass unsere demografische Realität sowohl Verkleinerung wie Wachstum bedeutet. Vor diesem Hintergrund gibt es das Bedürfnis für eine flexiblere und lebensspendende Organisation unserer Arbeit.
Wir verpflichten uns zu mehr Zusammenarbeit, zu Vernetzung und zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen zwischen den Einheiten.
Unsere Missionpartner waren während des Kapitels zwei Wochen mit uns zusammen. Ihr Engagement für die Mission hat uns bereichert und zu tiefer Treue aufgerufen.

Empfehlungen
1. Mission
a) die Kongregationsleitung soll Arbeitsgruppen einrichten, um gemeinsame Antworten auf Fragen von globaler Bedeutung zu entwickeln
b) die Kongregationsleitung soll ein Verfahren einleiten zur Erstellung eines Missions-Statements.
2. Mutterhaus
a) das Mutterhaus-Komitee soll als kontinuierliche Institution eingerichtet werden.
b) die langfristige Planung und Bewertung der Nachhaltigkeit des Mutterhaus soll mit Blick auf das Kapitel 2021 vorgenommen werden.
3. Spititualität
a) das Spiritualitäts-Komitee soll seine Arbeit fortsetzen und das spirituelle Netzwerk stärken
b) das Spirituelle Zentrum in Angers soll die Möglichkeit eines "on line"-Kurses für Spiritualität prüfen.
c) die Kongregationsleitung soll ein internationales Komitee einrichten, um unser geistiges Erbe mit der aktuellen Theologie und unserer Erfahrung Gottes zu verbinden.

 

Weitere Informationen (in Englisch und Französisch) sowie Bilder finden Sie hier >>>