Monsunregenfälle lösen Katastrophe in Myanmar aus Schwestern vom Guten Hirten kümmern sich um die Überlebenden



Schwester Regina Htoo Htoo, Provinzleiterin von Ostasien, sandte den nachfolgenden Hilferuf aus Myanmar:

"In der letzten Juliwoche 2015 ist Myanmar infolge des Monsunregens von einer schweren Flutkatastrophe heimgesucht worden. Lang anhaltende und heftige Regenfälle haben die Dämme und Talsperren zum Überlaufen gebracht und in weiten Gebieten zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Es handelt sich um eine der schwersten Katastrophen seit Jahrzehnten. Da es keinerlei Vorwarnungen gab, wurden die meisten Menschen von der Flut überrascht und mussten mitansehen, wie ihre Häuser und Dörfer innerhalb weniger Stunden im Wasser versanken. Präsident U Thein Sein erklärte die am schwersten betroffenen Regionen in Zentral- und West-Myanmar zu Katastrophengebieten. Allein in der Hauptstadt des Bundesstaates Chin zerstörten Schlammlawinen mehr als 700 Gebäude; 5.000 Menschen sind dort obdachlos. In einigen Gebieten der Region Kalay stieg das Wasser bis über die Dächer der Häuser und die Spitzen der Kokuspalmen. Straßen und Brücken wurden fortgerissen. Mehr als 200.000 Menschen sind nach vorläufigen Schätzungen in Myanmar durch das Hochwasser betroffen und und mussten ihre Städte und Dörfer verlassen. Die Opfer sind in buddhistischen Klöstern, in Schulen, öffentlichen Gebäude oder in Kirchen untergebracht. Viele kampieren unter freiem Himmel.
Offiziell gibt es bisher (3. August) 47 Tote, doch deren Zahl dürfte erheblich höher liegen, weil die Rettungsteams viele Gebiete auf dem Landweg nicht erreichen können. Die Wettervorhersage lässt weitere schwere Regenfälle erwarten.