Kunstwerk für das Haus vom Guten Hirten in Münster Alexandra Marx gestaltete ein Wandbild zum Leben von Schwester Eufrasia Pelletier


Mit einem "Brennpeter" gravierte Frühstücksbrettchen oder Milchzahndosen kennt man vom Weihnachtsmarkt. Was die münstersche Künstlerin Alexandra Marx allerdings in den vergangenen drei Jahren mit diesem rund 450 Grad heißem Holzbrenngerät geschaffen hat, sorgt im Haus vom Guten Hirten im Münster gerade für Aufsehen. Alexandra Marx, studierte Kunstgeschichtlerin und "aktive Frührentnerin", wie sie sich selbst schmunzelnd bezeichnet, pflegt seit vielen Jahren einen guten Kontakt zu den Schwestern vom Guten Hirten in Münster. In Absprache mit ihnen schuf sie ein meterlanges Holzkunstwerk, das die Stationen der Ordensgründerin Maria Eufrasia Pelletier im Spiegel der Zeiten zeigt. In der oberen Hälfte ihres Bildes geht die Künstlerin auf die Lebensstationen der Ordensgründerin ein, von ihrer Kindheit über ihre Arbeit für den Orden bis hin zu ihrem Tod. Getrennt durch einen "Zug der Zeit" gestaltete Alexandra Marx die untere Bildhälfte mit wichtigen Ereignissen der jeweiligen Zeitgeschichte. Schließlich lebte Maria Eufrasia "in einer sehr bewegten Zeit des großen und tief greifenden Umbruchs", erklärt die Künstlerin - die Französische Revolution, die Industrialisierung und die Entstehung des Kommunismus. Drei Jahre hat es gedauert, bis das Kunstwerk vollendet war. Am 24. April, dem Gedenktag der heiligen Schwester Maria Eufrasia wurde das Bild nun offiziell an die Schwestern übergeben und findet im Haupthaus des Ordens direkt neben der Kapelle einen Ehrenplatz.