Schwestern vom Guten Hirten Deutschland

Internationale Ordensgemeinschaft 

Nachrichten rund um den Orden aus der ganzen Welt

In einer Zeit voller Umbrüche und spaltenden Ideologien hilft die Spiritualität von Jean Eudes: sie führt in die innere Freiheit und Versöhnung. Ein geistlicher Impuls von Schwester M. Bernadette Brommer.

„1632 begann Jean Eudes seine Tätigkeit als Volksmissionar. Angesichts von sozialem Elend, Hunger und Krankheit, suchten viele Menschen Zuflucht und Hilfe bei der Kirche. Jean Eudes bemerkt bald, dass es mit Predigten und guten Worten nicht getan war. Es mussten soziale Einrichtungen für Hilfesuchende geschaffen werden. Dies galt besonders für Mädchen und Frauen, die „in der Sünde“ lebten- also der Prostitution nachgingen. Die meisten von ihnen zwang nackte Armut zu dieser Art von Gelderwerb, und viele waren bereit, ihr Leben als Prostituierte aufzugeben, wenn sich ihnen nur eine Überlebenschance bot.

Jean Eudes kam auf die Idee, diese sogenannten „Büßerinnen“ in privaten Häusern unter der Obhut „frommer Frauen“ unterzubringen. Er kaufte und möblierte zusammen mit Freunden ein Haus in Caen, das 1641 eröffnet wurde und den programmatischen Namen „Zuflucht“ erhielt. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten übernahmen drei Schwestern von der Heimsuchung Mariens die Leitung des Hauses. Die neue Gemeinschaft, der Jean Eudes den Namen „Unsere Frau von der Liebe“ gab, erlangte 1651 ihre kirchenrechtliche Anerkennung und wurde zu Keimzelle der Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten.“

(Aus: „Taufe leben- ein geistlicher Weg mit Jean Eudes“, Don Bosco Verlag )

Jean Eudes ist der Begründer der liturgischen Verehrung der Herzen Jesu und Mariä. Er hat das Sprechen vom Herzen zuerst in Verbindung mit Maria gebraucht: Das Leben Jesu in Maria und das Leben Marias in Jesus. Er sagte, das Herz Jesu ist das Herz Mariens. Christus lebt, Christus herrscht vollkommen in ihr.

Die „Eingangspforte“ zur Eudistischen Spiritualität ist das Herz Mariens. Sie führt unmittelbar zum Herzen Jesu, zu Jesus, der gekommen ist zu retten, was verloren war.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Ideologien machen sich breit und spalten die Gesellschaft und Familien.

Worauf ist Verlass? Wie und wo findet das aufgewühlte und unruhige Herz Ruhe und Frieden?

Jean Eudes‘ Spiritualität führt in die innere Freiheit und Versöhnung. Sie gibt Halt in haltlosen Zeiten oder wie er sagt:

„Der ewige Vater, der Heilige Geist, Maria und Jesus selbst haben uns dieses Herz geschenkt als unsere Zuflucht, als kostbaren Schatz und als Stätte, an welcher wir uns im Zweifel und in Schwierigkeiten Rat und Trost holen können.“

Wir möchten Sie einladen sich mit uns auf den Weg zu machen, um Gott in uns zu suchen. Öffnen wir unser Herz für Gottes Liebe. Bei ihm kommt unser Herz zur Ruhe, bei ihm können wir auftanken und unser Immunsystem stärken.

Im nächsten und den folgenden Monaten befassen wir uns mit einem Gebet, vielmehr mit einer Litanei des Heiligen Jean Eudes, dem Ave Cor Gebet.

Mit dem Gebet machen wir uns auf den Weg, die DNA Gottes zu entdecken, unsere Mitmenschen und uns selbst immer besser verstehen und annehmen zu lernen.

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch.“

Ezechiel 36.26-27

Jeden Monat veröffentlicht Sr. M. Bernadette Brommer aus München einen geistlichen Impuls. Im Vordergrund steht dabei das Ave-Cor-Gebet des Ordensgründers Johannes Eudes. Mehr Informationen über Leben und Werk des Heiligen finden Sie hier.

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Macht mit! Bei der Initiative „Global Green Lung“

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Brief aus unserem Generalat Rom

Rom, 23. September 2026

Liebe Schwestern und Partner in der Mission,

auf unserem 31. Kongregationskapitel haben wir den Aufruf vernommen, noch intensiver auf „Laudato Si’“ einzugehen und unsere Verantwortung für die Bewahrung unseres gemeinsamen Hauses ernst zu nehmen. Dieser Aufruf ist für uns nicht neu. Im Jahr 2021 hatte sich die damalige Kongregationsleitung dazu verpflichtet, an der „Laudato Si’ Action Plattform“ teilzunehmen.
Seitdem haben sich in der gesamten Kongregation bereits viele Schwestern und Missionspartner aktiv dem Aufruf von „Laudato Si’“ angeschlossen – sie pflanzen Bäume, recyceln, reduzieren Abfall, stellen auf erneuerbare Energien um, schützen Land und Wasser, klären andere auf, setzen sich für Klimagerechtigkeit ein und finden viele kreative Wege, um unsere Erde zu schützen und die Welt sicherer zu machen.
Wir danken für alles, was bereits wächst, und würdigen die Bemühungen aller – die Erde ist dadurch besser geworden.

Gleichzeitig sind wir uns sehr bewusst, dass wir inmitten all unserer Bemühungen Gräueltaten erleben – die Menschheit, Leben, Luft, Wasser, die Erde, das Meer und der Himmel sind Ausbeutung und Zerstörung ausgesetzt.
Nun laden wir alle ein, in dieser Zeit der Schöpfung, dieses Engagement für die Bewahrung der Schöpfung gemeinsam als ein vereintes Volk zu stärken!

Die „Globale Grüne Lunge Initiative“ ist ein Aufruf, unser Bewusstsein zu wecken, unsere ökologische Umkehr zu vertiefen, gemeinsam zu lernen und unsere Sorge um die Erde und die Schöpfung in konkretes und sichtbares Handeln umzusetzen.

Sie zielt darauf ab, die vielen Samen der Hoffnung, die bereits in der gesamten Kongregation gesät werden, zusammenzuführen und einen Welleneffekt zu erzeugen, der sich auf die ganze Welt ausbreitet.

Unsere erste gemeinsame Aktion ist einfach: einen Baum pflanzen.
Einen Baum! Zwei Bäume! Zehn Bäume! Hundert Bäume! Und, wo immer möglich, noch viel mehr!

Ein Baum mag angesichts der Klimakrise klein erscheinen. Doch er ist eine Entscheidung für das Leben – er spendet Schatten, Nahrung und Schutz, schützt den Boden und erhält das Leben für kommende Generationen.
Wenn unsere kleinen Taten weltweit zusammenkommen, werden sie zu einem gemeinsamen Akt der Solidarität mit der Erde.

Am Festtag der seligen Aguchita, dem 26. September 2026, werden wir die „Globale Grüne Lunge Initiative“ ins Leben rufen.
Macht mit!
Wo auch immer ihr seid, laden wir euch ein – Schwestern, Missionspartner, Programmteilnehmer, Familien, Mitarbeiter, Freiwillige und Freunde –, diesen Anfang auf eine Weise zu begehen, die für euch von Bedeutung ist.

Innehalten, sich verpflichten, zusammenkommen, beten, einen Baum pflanzen. Sich um ihn kümmern.

Unser Engagement für Versöhnung erfordert, dass wir Gerechtigkeit und Frieden fördern.
Dies ist eine Einladung, bewusster, fürsorglicher und engagierter für die Nachhaltigkeit unserer gemeinsamen Heimat einzutreten.

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass Pater Jean Michel Amouriaux, Generaloberer der Kongregation von Jesus und Maria (Eudisten), bekundet hat, dass sich seine Kongregation dieser Initiative anschließen möchte.

Vielen Dank.
Das Leitungsteam der Kongregation

Weitere Informationen zu dieser Initiative, darunter Berichte, Videos und Bilder von Ihren Baumpflanzaktionen, findet ihr auf der Website der Kongregation.

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