Schwestern vom Guten Hirten Deutschland

Internationale Ordensgemeinschaft 

Nachrichten rund um den Orden aus der ganzen Welt

In diesen Tagen hat das Kongregationskapitel der Schwestern vom Guten Hirten begonnen. Es steht unter dem Thema: „Von der Liebe gedrängt: mit Leidenschaft für Gerechtigkeit – in die Tiefe“. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Kapitel:

Was genau ist ein Kongregationskapitel?

Das Kongregationskapitel ist eine weltweite Versammlung der Schwestern vom Guten Hirten und findet alle sechs Jahre in Angers/Frankreich statt – im Mutterhaus der Schwestern von Guten Hirten.

Dabei geht es um Richtungsentscheidungen für die nächsten sechs Jahre sowie die Wahlen der Kongregationsleiterin und des Leitungsteams.

Wer nimmt teil?

Teilnehmerinnen sind die Provinzleiterinnen aus der gesamten weltweiten Kongregation, dazu kommen gewählte Delegierte aus allen Provinzen. Seit vielen Jahren werden auch Laien dazu eingeladen, die eng mit den Schwestern zusammenarbeiten.

Kongragationsleiterin Sr. Ellen Kelly aus den USA (1. Reihe Mitte) mit apostolischen und kontemplativen Mitgliedern des Leitungsteams aus Singapur, Irland, Libanon, USA, Südafrika, Indien und Uruguay.

Wie findet das Kongregationskapitel mitten in der Pandemie statt?

Im Jahr, das dem Kongregationskapitel vorausgeht, finden zur Vorbereitung mehrere interkontinentale Versammlungen statt. Diese hätten dieses Mal im Jahr 2020 stattfinden sollen. Aber die Covid-19-Pandemie hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Alternative dazu war:  Alles lief online, mit Videos zum Anschauen, zum Nacharbeiten und in Zoom-Konferenzen. Die ganze Technik und Elektronik einschließlich der Simultan-Übersetzung in mehrere Sprachen wurde von unserem Generalat in Rom aus bewältigt – eine ungeheure Leistung. Durch den Online-Modus der interkontinentalen Versammlungen tat sich eine Chance auf: Eine Vielzahl von Schwestern und Laien konnte sich zuschalten, die unter normalen Umständen nicht teilgenommen hätten.

Für das Kongregationskapitel im Jahr 2021 hatte man gehofft, dass bereits wieder ein Kapitel in Präsenz möglich sein könnte. Aber auch das wurde durch die Pandemie unmöglich. So hat in diesen Tagen, am 16. September, der erste Teil mit sachorientierten Themen stattgefunden – wiederum online.

Was wurde besprochen?

„Heute ist ein historischer, ein noch nie dagewesener Tag“, eröffnete Schwester M. Susana Franco die Versammlung. „Es beginnt eine heilige Zeit, ein neuer Moment für uns in der Geschichte, die wir zusammengerufen wurden, um uns auf eine ganz andere Art am virtuellen Tisch zusammenzufinden.“ Papst Franziskus ermahne die Gläubigen und Ordensleute, Handwerker von Gerechtigkeit und Frieden zu sein, offen für Dialog im Geist der Versöhnung zu bleiben, einen Weg ökologischer Umkehr zu betreten, der dazu führt „das Leben mit neuen Augen anzuschauen.

Im Vordergrund der Beratungen steht die Frage, wie die Schwestern vom Guten Hirten ihr Engagement für eine weltweite Kultur der Gerechtigkeit weiter verstärken können. Außerdem soll ein neuer Leitungsmodus für die Gemeinschaft entwickelt werden.

Wie geht es weiter?

Im Oktober folgt die Online-Versammlung der Schwestern des kontemplativen Zweiges der Kongregation. 

Im November wird das Kongregationskapitel fortgesetzt. Dann wird die geheime Wahl des Leitungsteams der Kongregation stattfinden – ebenfalls unter Coronabedingungen. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Eine Wiederwahl für weitere 6 Jahre ist möglich.

Sr. Daniela Kubiak

Weitere Nachrichten

Anpassungen

Macht mit! Bei der Initiative „Global Green Lung“

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Brief aus unserem Generalat Rom

Rom, 23. September 2026

Liebe Schwestern und Partner in der Mission,

auf unserem 31. Kongregationskapitel haben wir den Aufruf vernommen, noch intensiver auf „Laudato Si’“ einzugehen und unsere Verantwortung für die Bewahrung unseres gemeinsamen Hauses ernst zu nehmen. Dieser Aufruf ist für uns nicht neu. Im Jahr 2021 hatte sich die damalige Kongregationsleitung dazu verpflichtet, an der „Laudato Si’ Action Plattform“ teilzunehmen.
Seitdem haben sich in der gesamten Kongregation bereits viele Schwestern und Missionspartner aktiv dem Aufruf von „Laudato Si’“ angeschlossen – sie pflanzen Bäume, recyceln, reduzieren Abfall, stellen auf erneuerbare Energien um, schützen Land und Wasser, klären andere auf, setzen sich für Klimagerechtigkeit ein und finden viele kreative Wege, um unsere Erde zu schützen und die Welt sicherer zu machen.
Wir danken für alles, was bereits wächst, und würdigen die Bemühungen aller – die Erde ist dadurch besser geworden.

Gleichzeitig sind wir uns sehr bewusst, dass wir inmitten all unserer Bemühungen Gräueltaten erleben – die Menschheit, Leben, Luft, Wasser, die Erde, das Meer und der Himmel sind Ausbeutung und Zerstörung ausgesetzt.
Nun laden wir alle ein, in dieser Zeit der Schöpfung, dieses Engagement für die Bewahrung der Schöpfung gemeinsam als ein vereintes Volk zu stärken!

Die „Globale Grüne Lunge Initiative“ ist ein Aufruf, unser Bewusstsein zu wecken, unsere ökologische Umkehr zu vertiefen, gemeinsam zu lernen und unsere Sorge um die Erde und die Schöpfung in konkretes und sichtbares Handeln umzusetzen.

Sie zielt darauf ab, die vielen Samen der Hoffnung, die bereits in der gesamten Kongregation gesät werden, zusammenzuführen und einen Welleneffekt zu erzeugen, der sich auf die ganze Welt ausbreitet.

Unsere erste gemeinsame Aktion ist einfach: einen Baum pflanzen.
Einen Baum! Zwei Bäume! Zehn Bäume! Hundert Bäume! Und, wo immer möglich, noch viel mehr!

Ein Baum mag angesichts der Klimakrise klein erscheinen. Doch er ist eine Entscheidung für das Leben – er spendet Schatten, Nahrung und Schutz, schützt den Boden und erhält das Leben für kommende Generationen.
Wenn unsere kleinen Taten weltweit zusammenkommen, werden sie zu einem gemeinsamen Akt der Solidarität mit der Erde.

Am Festtag der seligen Aguchita, dem 26. September 2026, werden wir die „Globale Grüne Lunge Initiative“ ins Leben rufen.
Macht mit!
Wo auch immer ihr seid, laden wir euch ein – Schwestern, Missionspartner, Programmteilnehmer, Familien, Mitarbeiter, Freiwillige und Freunde –, diesen Anfang auf eine Weise zu begehen, die für euch von Bedeutung ist.

Innehalten, sich verpflichten, zusammenkommen, beten, einen Baum pflanzen. Sich um ihn kümmern.

Unser Engagement für Versöhnung erfordert, dass wir Gerechtigkeit und Frieden fördern.
Dies ist eine Einladung, bewusster, fürsorglicher und engagierter für die Nachhaltigkeit unserer gemeinsamen Heimat einzutreten.

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass Pater Jean Michel Amouriaux, Generaloberer der Kongregation von Jesus und Maria (Eudisten), bekundet hat, dass sich seine Kongregation dieser Initiative anschließen möchte.

Vielen Dank.
Das Leitungsteam der Kongregation

Weitere Informationen zu dieser Initiative, darunter Berichte, Videos und Bilder von Ihren Baumpflanzaktionen, findet ihr auf der Website der Kongregation.

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