Neuausrichtung unserer Kongregation
Die Schwestern vom Guten Hirten ordnen sich weltweit neu
Auf ihrem Höhepunkt umfasste die Kongregation 44 Provinzen mit mehr als 12.000 Schwestern (Stand 1965).
Bereits im Jahr 1835 legte Schwester Maria Euphrasia Pelletier den Grundstein für die internationale Gemeinschaft, indem sie die bis dahin eigenständigen Häuser unter einer zentralen Leitung im Generalat in Angers (Frankreich) vereinte. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Kongregation durch zahlreiche Neugründungen weltweit stark an. Zur Organisation dieses Wachstums wurde 1855 die Einteilung in geografische Provinzen eingeführt.
Als die Mitgliederzahlen im Lauf der Zeit rückläufig wurden, begannen ab der Jahrtausendwende 2000 erste Vereinigungen von jeweils 2 Provinzen.
Um der heutigen Realität mit circa 3.000 Schwestern Rechnung zu tragen, wurde beim Kongregationskapitel 2021 der Beschluss gefasst, einen Prozess der
Neustrukturierung der gesamten Kongregation einzuleiten.
Kern dieser Neuausrichtung ist die Bildung größerer organisatorischer Einheiten, sogenannter Regionen. Mehrere bisherige Provinzen schließen sich dabei zusammen und werden künftig von einer Regionalleiterin sowie einem Regionalen Leitungsteam geführt. Weltweit sollen so etwa elf Regionen entstehen. Die bisherigen Provinzstrukturen entfallen vollständig.
Auf lokaler Ebene bleibt die Verantwortung weiterhin bestehen: In den einzelnen Ländern übernehmen Lokalleiterinnen gemeinsam mit ihren Leitungsteams die operative Leitung. In einem Erweiterten Leitungsteam werden auch Mitarbeitende und externe Fachpersonen offiziell eingebunden.
Lokalleitung > Leitungsteam > Erweitertes Leitungsteam
Regionalleitung > Regionalleitungsteam > Erweitertes Regionalleitungsteam
In einigen Ländern wurde dieser Schritt bereits umgesetzt:
Region Südeuropa mit Portugal, Spanien und Italien/Malta,Region US/Canada mit den Vereinigten Staaten und Englisch Kanada.
Für den mitteleuropäischen Raum ist vorgesehen, dass Deutschland gemeinsam mit Irland, Großbritannien sowie Österreich/Schweiz/Tschechien die neue Region Mitte-Nord-Europa bildet.
Neun Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aus den 4 Provinzen arbeiten an zentralen Themenfeldern der Umstrukturierung. Mehrere internationale Treffen haben bereits stattgefunden.
Ein nächster Meilenstein ist die Regionalversammlung Ende April 2026 in Rom, an der Schwestern und Mitarbeitende aus allen beteiligten Ländern teilnehmen. Im September 2026 folgt das Regionalkapitel, bei dem die neue Region offiziell bestätigt und die Regionalleitung gewählt wird.
Bis 2026/2027 soll die weltweite Neuordnung abgeschlossen sein: Die Kongregation wird dann in elf Regionen organisiert sein.











