Osterbrief vom Leitungsteam der Kongregation
Liebe Schwestern und PartnerInnen in der Sendung,
Ostern kommt zu uns wie eine sanfte Morgendämmerung – still, beständig und erfüllt von einem Licht, das nichts auslöschen kann. An den stillen Orten unseres Lebens, an denen wir uns manchmal fragen, ob das Licht uns noch erreichen kann, flüstert Ostern ein sanftes „Ja“.
Aus einem leeren Grab erhebt sich Hoffnung – still wie das Morgenlicht, stark wie ein Herzschlag, der wieder zum Leben erwacht.
Im Zentrum dieses Geheimnisses stehen die Worte Jesu:
„Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Immer und jeden Tag – an hellen Tagen und an dunklen Tagen, in Frieden und in Unruhe, im Glauben und im Zweifel. Diese tröstliche Verheißung bietet an, unser Leben zu verwandeln. Gottes Gegenwart hängt nicht davon ab, was wir fühlen, sondern von einer Treue, die niemals versagt. Manchmal spüren wir sie – im Gebet, im Frieden, im Dröhnen von Explosionen, im Schrei eines Kindes, in der Liebe. Zu anderen Zeiten fühlt sich alles still an. Doch in jedem einzelnen Augenblick ist Gott gegenwärtig.
Gott drängt sich nicht auf, sondern bietet an.
Gott schreit nicht, sondern flüstert.
Gott zwingt niemanden, sondern wartet.
Gott zu suchen bedeutet nicht, perfekt zu sein, sondern echt – so zu kommen, wie wir sind, mit unseren Wunden, Zweifeln und Sehnsüchten, und zu sagen: „Hier bin ich.“ Und in dieser Wahrheit entdecken wir, dass wir bereits gefunden sind. Und dennoch leben wir in einer Welt, die Wunden trägt. Manchmal fühlt sich die Dunkelheit laut und überwältigend an. Doch eine Wahrheit bleibt: Das Licht verschwindet nie.
Also kehren wir zu dem Wesentlichen zurück: zu unserem eigenen kleinen Winkel der Welt – dem Ort, der uns anvertraut wurde, um ihn zu pflegen, zu heilen, wieder aufzubauen und zu lieben. Denn Frieden beginnt nicht an fernen Orten. Er beginnt bei uns.
Darin, wie wir miteinander umgehen.
Darin, wie wir sprechen, wenn wir müde oder verletzt sind.
Darin, wie wir zuhören, mit Geduld und Fürsorge.
Und vergessen wir die Kinder nicht. Sie sehen, sie fühlen, sie tragen mehr, als uns bewusst ist. Ihnen mit Wahrheit und Zärtlichkeit zu begegnen, bedeutet, ihnen Kraft zu geben. Ein Kind, das gehalten und gehört wird, lernt, keine Angst zu haben.
Ostern erinnert uns daran, dass nichts außerhalb der Reichweite Gottes liegt. Was gefallen ist, kann wieder aufstehen. Was verwundet ist, kann geheilt werden. Was beendet scheint, kann von Neuem beginnen. Die Auferstehung ist etwas, das wir leben. Sie beginnt jetzt, wenn wir erkennen, dass Christus mit uns geht, besonders wenn wir Kreuze tragen müssen. Und dann, ganz langsam, verändert sich alles:
Einsamkeit wird zu Gemeinschaft, Angst wird zu Vertrauen,
und die Dunkelheit beginnt sich mit Licht zu füllen.
Mit der Verheißung, dass das, was Gott an verborgenen Orten beginnt, zum Leben erwacht.
Liebe Schwestern und PartnerInnen in der Sendung, möget ihr tief in eurem Inneren wissen: Ihr werdet begleitet; ihr werdet gehalten; ihr seid niemals allein.
Mit Dankbarkeit dafür, wer ihr seid, und für die Liebe, die ihr in die Welt bringt!
Ein gesegnetes Osterfest für jede von euch und für eure Familien.
Leitungsteam der Kongregation











